AOK Bayern wird vorerst keinen Zusatzbeitrag erheben

In den letzten Wochen  ging durch die Presse, dass die AOK Bayern als bundesweit größte Ortskrankenkasse 91 Millionen Euro an den Gesundheitsfonds zahlen muss. Außerdem muss sie noch 19 Millionen Euro Honorar an Bayerns Hausärzte nachzuzahlen. Damit schien es unvermeidlich, dass sie Zusatzbeiträge erheben muss.

Deshalb tagte heute der Verwaltungsrats der mit 4,2 Millionen Versicherten größten Krankenkasse im Freistaat Bayern. Dabei wurde entschieden, dass die AOK Bayern bis auf weiteres keinen Zusatzbeitrag erheben wird.

Die Selbstverwaltung betonte gleichzeitig, dass die Wünsche nach noch höheren Honoraren für Leistungserbringer nicht in die politische Landschaft passen. „Wir orientieren uns bei allen Fragen der Haushaltsfinanzen nicht an politischen Interessen Dritter, sondern strikt an den ökonomischen Daten und Fakten sowie am geltenden Regelwerk“, so Dr. Claudia Wöhler, Verwaltungsratsvorsitzende der AOK Bayern. Der alternierende Verwaltungsratsvorsitzende Fritz Schösser zeigte sich erfreut darüber, dass sich Versicherten- und Arbeitgebervertreter im Verwaltungsrat in den Finanzfragen einig seien. „Die Vermeidung der von der Politik gewollten Zusatzbeiträge ist ein Gewinn für die bayerischen Arbeitnehmer und Rentner“, so Schösser.

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