Die GBK (Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln) ist die erste Krankenkasse in Deutschland, die von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag erheben muss. Die Krankenkasse gehört mit 30.000 Mitgliedern zu den eher kleinen BKKs. Ihre Mitglieder müssen jetzt rückwirkend ab 01.07.09 einen Zusatzbeitrag von 8 EUR pro Monat bezahlen.
Nach den Angaben von Helmut Wasserfuhr (GBK-Vorstand) ist die BKK in den Jahren 2005 und 2006 durch zwei extrem kostenintensive Versichertenfälle in roten Zahlen geraten.
Für die Medikamente zur Verhinderung der Blutgerinnung bei diesen 2 Fällen von Bluter- Erkrankungen mußte die Kasse rund 14 Millionen Euro aufwenden. Die erhöhten Kosten, die durch die Schweinegrippen- Impfungen wahrscheinlich auf die GBK zukommen, trugen auch dazu bei, dass dieser Zusatzbeitrag jetzt rückwirkend erhoben wird.
Seit Anfang des Jahres gibt es in Deutschland den einheitlichen Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenkassen. Die Kassen erhalten je nach Gesundheitszustand ihrer Versicherten Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Während Krankenkassen, die mit diesem Geld gut auskommen, können Prämien ausschütten (hkk, BKK ALP, IKK Südwest) können, müssen andere, die damit nicht auskommen, einen Zusatzbeitrag erheben.
