Archive for Juni, 2009

AOK Berlin und der AOK Brandenburg fusionieren

Dienstag, Juni 30th, 2009

Die Verwaltungsräte der AOK Berlin und der AOK Brandenburg haben beschlossen, dass die beiden Krankenkassen  zum 1. Januar 2010 zur AOK Berlin-Brandenburg – Die Gesundheitskasse fusionieren werden.

Sitz der neuen Krankenkasse, die mit über 1,3 Millionen Versicherten und rund 4.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Krankenkasse der Region sein wird, wird Potsdam werden. Die AOK-Pflegekasse wird ihren Sitz in Berlin haben. Die 72 Beratungsstandorte bleibt voll erhalten.

Vorstandsvorsitzender Frank Michalak: „Die AOK als Marktführer der gesetzlichen Krankenversicherung in der Region hat schon jetzt mit dem Gesundheitsfonds und dem Morbi-RSA einen ganz neuen Auftritt. Mit einem gleichen Beitragssatz für alle Kassen ist nicht mehr die Beitragshöhe der entscheidende Grund für die Kassenwahl. Jetzt treten Leistungsangebote und Service in den Vordergrund. Das hat uns in diesem Jahr in Berlin und Brandenburg bereits einen kräftigen Schub nach vorne gebracht. Die finanziellen Mittel, die nach den neuen Ausgleichsmechanismen zusätzlich in die Region fließen, werden für die Absicherung einer guten, wohnortnahen medizinischen Betreuung unserer Versicherten und für die Einführung sinnvoller Versorgungskonzepte eingesetzt. Die neue AOK zählt ab 2010 zu den 15 größten Krankenkassen in Deutschland. Sie wird dann eine noch bessere Ausgangsposition haben, um die Versorgung der Versicherten besser zu gestalten und weitere Wirtschaftlichkeitspotentiale auszuschöpfen. Wir werden als neue Großkasse in einem Markt von rund 6 Millionen Einwohnern neue Versicherte gewinnen und unsere Position weiter stärken. Das ist gut für die Region. Wir werden die Vorteile von Metropole und Land bündeln und neue Dynamik in die medizinische Versorgungslandschaft bringen.“

Es wird keinen fusionsbedingten Personalabbau geben.  Statt dessen will die AOK mit einer klaren Wachstumsperspektive  neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Zusatzbeiträge der Krankenkassen

Donnerstag, Juni 18th, 2009

Zusatzbeiträge  werden zunächst  nur für wenige Versicherte fällig. Statt 16 Krankenkassen mit 4,5 Millionen Versicherten sind es ab 07/09 wohl nur zwei oder drei kleine Krankenkassen betroffen, teilte das Bundesversicherungsamt mit.
Derzeit liegt dem Amt aber noch kein offizieller Antrag einer bundesweit agierenden Kasse vor, so Sprecher Theo Eberenz. Mindestens vier Wochen vorher müssen die Kassen die Versicherten informieren, somit  könnte der Beitrag frühestens Mitte Juli erhoben werden.
Das es letztlich doch keine 16 sondern nur 2 – 3 Krankenkassen werden, die einen Zusatzbeitrag erheben, hängt damit zusammen, dass einige der Kassen, die in finanzieller Schieflage waren, sich einen großen Fusionspartner gesucht haben.

Einen Zusatzbeitrag können Krankenkasse erheben, wenn sie mit dem Geld, das ihnen der Gesundheitsfonds zuweist, nicht auskommen. Sollte eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben, besteht Sonderkündigungsrecht.

Fusion BKK·VBU und Mitteldeutsche BKK

Mittwoch, Juni 17th, 2009

Zum 01. 07.09 fusionieren die BKK·VBU und die Mitteldeutsche BKK zur  BKK·VBU. Das beschlossen die Verwaltungsräte der beiden Krankenkassen in ihren letzten Sitzungen. “Damit stärken wir die Potenziale unserer beiden Unternehmen und nutzen die entstehenden Synergien”, erklärten Andrea Galle, Vorstand der BKK·VBU und Thomas Ibe, Vorstand der Mitteldeutschen BKK. Die Versicherten der Mitteldeutschen BKK werden künftig von den vielen Zusatzleistungen der BKK·VBU profitieren. Die neue Krankenkasse erhebt keinen Zusatzbeitrag. “Unsere Finanzbasis ist solide, wir werden das ganze Jahr über ohne Zusatzbeiträge unserer Versicherten auskommen”, betonten die Vorstände. “Steigende Versichertenzahlen sind beste Voraussetzungen für Ärzte, Kliniken und andere Leistungserbringer, ein ernstzunehmender und verlässlicher Vertragspartner zu sein, was wiederum unseren Versicherten zugute kommt”, erklärten Andrea Galle und Thomas Ibe. Die BKK·VBU ist in Berlin vor allem Vorreiter beim Abschluss von Integrierten Versorgungsverträgen und hat als erste BKK einen Vertrag mit dem Medizinischen Versorgungszentrum MediPlaza abgeschlossen. “Mit der Fusion stellen wir uns dem Wettbewerb um besten Service und Versorgung der Versicherten in Zeiten des Gesundheitsfonds”, so die Vorstände weiter. Mit der Fusion stärkt die neue Krankenkasse ihre Positionierung im Osten Deutschlands und wird zukünftig – bis auf das Saarland – in allen Bundesländern geöffnet sein. Derzeit betreuen 540 Beschäftigte der BKK·VBU rund 284.000 Versicherte. Damit ist die BKK·VBU die größte Betriebskrankenkasse mit Sitz in den neuen Bundesländern und Berlin. Die Mitteldeutsche BKK hat 12.000 Versicherte und 40 Beschäftigte. Die beiden ServiceCenter der Mitteldeutschen BKK in Merseburg und Halle werden den Versicherten weiterhin offen stehen. Die neue Krankenkasse ist mit ServiceCentern in allen neuen Bundesländern und Nordrhein-Westfalen vertreten.

Handy Flatrates

Montag, Juni 8th, 2009

Flatrates kommen immer mehr in Mode. Handy Flatrates bedeutet, dass sie nur einen Preis für alles bezahlen, genauso wie es bei Reiseveranstalter, Fitnessstudios, Restaurants und DSL-Anbieter schon üblich ist.

Die Kunden haben damit das  Gefühl, Geld zu sparen. Diese Rechnung geht aber nicht immer auf.  75 Prozent aller Nutzer von Handy Faltrates zahlen für ihr “Allinclusive – Paket” deutlich mehr als in anderen für sie günstigeren Tarifen. Die Rechnungen fallen durchschnittlich sogar um mehr als ein Drittel höher aus als bei einem anderen Tarif. Viele Kunden schätzen ihr Telefonverhalten falsch ein und rechnen nicht genau nach.

Dabei hilft manchmal schon eine ganz einfach Rechnung, das Missverhältnis offen zu legen. Wer z.B. eine Flatrate für 9,95 EUR im Monat mit 60 Gesprächsminuten  inklusive wählt, erhält einen einen Minutenpreis von 16,50 Cent, aber nur dann, wenn er auch genau  60 Minuten telefoniert. Wer darunter bleibt, zahlt mehr. Im Vergleich zu einem einfachen Prepaid-Tarif ist das mehr als das Doppelte.

Viele Menschen reagieren oft schneller darauf, wenn sie einmal erheblich mehr für Ihre Telefonrechnung bezahlen müssen als ständig ihre Flatrate nicht auszunutzen.

Für die Flatrates spricht natürlich ganz klar die Einfachheit. Der Preis ist überschaubar und ändert sich nicht. Dagegen kann das Abwägen und Vergleichen von Tarifen  zeitraubend und ermüdend sein.

Auf alle Fälle sollte man die Preise sowohl von den Handyflatrates als auch bei den Prepaid- Tarifen genau vergleichen und am Ende das für einen persönlich beste Angebot wählen.